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Empty room with a solitary chair facing a foggy city view through a window. The gray scene evokes a sense of loneliness and contemplation.


Journal

Schreiben im Prozess


Dieses Arbeitsjournal versammelt Texte aus dem Schreibhaus: Notizen aus der Schreibarbeit, Gedanken zu Literatur, kurze eigene Texte und Hinweise auf Termine. Es ist ein offener Ort – für Fragmente ebenso wie für ausgearbeitete Beiträge, für Lektüren, die nachwirken, und für Fragen, die das Schreiben begleiten. Wer hier liest, begegnet dem Schreiben im Prozess.

Zwischen aktuellen Lektüren, neuen Texten und neuen Räumen wächst dieses Journal langsam weiter — mit den Menschen, Texten und Begegnungen, die daraus entstehen.

was ich lese

Gedanken, Fragmente, Neuigkeiten

Was ich lese

Ich bewundere Rezas genaue Beobachtungsgabe und ihren Humor. Und wie hinter der Geschichte von drei Brüdern plötzlich die ganze Schwere ihrer Familiengeschichte sichtbar wird.
Ich habe den Roman eben erst begonnen und seine Sprache hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Knausgårds autobiographisches Projekt widersetzt sich allen Regeln von Plot und Dramaturgie. Und erzählt ein Leben zugleich mit einer solchen Präzision, dass mir seine Hauptfigur bis heute vertraut erscheint wie ein Freund.

Ab Juni: Kartierungen I-VI | Dauerausstellung Chausseestraße 44a | Berlin Wannsee

Gemeinsam mit dem WannseeHUB beziehe ich die Räumlichkeiten des ehemaligen Buchladens in Berlin Wannsee. Ab Juni finden dort die Coachings und Schreibwerkstätte statt. Ich freue mich auf intensive Gespräche, Lesungen, Buchbesprechungen und Vernissagen. 

Wilhelm Genazino nannte es Materialcontainer. In einen Container lädt man ab, was man nicht mehr mit sich herumtragen kann oder möchte – schwere Möbelstücke, aber auch Nippes, Kleinkram. Wenn ich einen Einkaufszettel schreibe, ist das nichts anderes. Die einfachste Form des Schreibens: Die Gedanken sind aus meinem Kopf und trotzdem da. Jederzeit kann ich es wieder hervorholen und nachsehen, was in diesem Moment gerade in meinem Kopf gewesen ist.

Was ist Schreiben anderes?

Kaum zu glauben, dass dieser Roman aus den sechziger Jahren stammt. Die Nähe zwischen den Mädchen Siss und Unn wird mit einer stillen Zärtlichkeit erzählt, die bis heute gegenwärtig wirkt.

Immer wieder interessiert uns die gleiche Frage:
Was versucht ein Text eigentlich zu zeigen — und wodurch gelingt oder verfehlt er es?

Immer wieder interessiert uns die gleiche Frage:
Was versucht ein Text eigentlich zu zeigen — und wodurch gelingt oder verfehlt er es?

Aus „Zehn Regeln für den Romanautor“ von Jonathan Franzen.

Der Leser ist ein Freund, kein Gegner, kein Zuschauer.

Literatur zu schreiben, mit der man sich als Autor nicht auf beängstigendes oder unbekanntes Gelände wagt, lohnt sich höchstens des Geldes wegen.

Benutze nie das Wort dann als Konjunktion – wir haben das und dafür. Dann an dessen Stelle zu setzen ist die aus Faulheit oder Unmusikalität geborene Nicht-Lösung des Problems zu vieler und auf einer Seite

Schreibe in der dritten Person, wenn sich eine wirklich markante Ich-Erzählerstimme nicht unwiderstehlich anbietet.

Wenn Informationen kostenlos und allgemein verfügbar sind, werden umfangreiche Recherchen für einen Roman wertlos.

Autobiographische Literatur im reinsten Sinne des Wortes verlangt reine Erfindung. Niemand hat je eine autobiographischere Geschichte geschrieben als Die Verwandlung

Wenn man ruhig dasitzt, sieht man mehr, als wenn man den Dingen hinterherjagt.

Die Geschichte der Familie Hirsch geht unter die Haut. Aus zwei Perspektiven nähert sich der Roman vorsichtig dem Unsagbaren.
Edith, 1987
Edith, Erinnerungen an einen Sommer

Termine und Notizen

Schreib
Werkstatt

Kurzgeschichte

Samstag, 05. September 2026
von 10:00 bis 16:00 Uhr
im HUB Studio Wannsee C44a. 
Die Kurzgeschichte gehört zu den konzentriertesten literarischen Formen. Wir arbeiten an Aufbau, Verdichtung, Perspektive Sprache.  

Anmeldung kontakt@schreibhaus.berlin

SchreibZeit

Offene Schreibwerkstatt

Jeden zweiten Donnerstag, 16:00 – 19:00 Uhr 
Start 10. September 2026
Für alle, die schreiben oder mit dem Schreiben beginnen möchten – unabhängig von Erfahrung und Projekt.
Eine offene Werkstatt für literarisch Schreibende. Im Mittelpunkt stehen das eigene Schreiben und der Austausch über entstehende Texte.  
Anmeldung kontakt@schreibhaus.berlin

Aktuelles

Literaturkreis

Der erste Mittwoch im Monat
Start 02. September 2026
von 19:00 – 21:00 Uhr 
im HUB Studio Wannsee C44a
Für alle, die Literatur lesen und gemeinsam darüber ins Gespräch kommen möchten. 

Anmeldung kontakt@schreibhaus.berlin